Die Rohstoffe

Wasser

Bier besteht zu rund 90% aus Wasser, weshalb die Wasserqualität die Güte des Bieres mitbestimmt. Es muss die Qualität von Trinkwasser aufweisen und muss frisch, kalkarm und biologisch einwandfrei sein. Der Härtegrad ist essenziell. Unser verwendetes Wasser setzt sich aus qualitativ gutem Grund- bzw. Quellwasser aus dem Pilatusgebiet zusammen.

Braugerste

Für Braumalze werden hochwertige Gerstensorten verwendet. Vorrangig wird eine zweizeilige Sommergerste verwendet. Gerste hat einen hohen Stärkegehalt. Die Spelzen bilden beim Läutern eine notwendige Filterschicht. Es kann auch Reis, Mais oder Weizen mitverarbeitet werden. Zur Herstellung von 1 hl Bier benötigt man etwas 17 kg Malz.

Hopfen

Man unterscheidet je nach Gehalt an Bittersubstanzen zwischen Aroma- und Bitterhopfen. Jede Hopfensorte hat ihr eigenes Aromaprofil, das den Grad der Bitterkeit und die Abrundung des Bieres beeinflusst. Von der Qualität des Hopfens hängt besonders viel ab, zudem übt er einen günstigen Einfluss auf die Haltbarkeit und die Schaumbildung des Bieres aus.

Hefe

Man unterscheidet obergärige und untergärige Hefen. Die obergärige Hefe bildet Sprossverbände und lagert sich an der Oberfläche des Bieres ab. Untergärige Hefe setzt sich am Ende der Gärung am Boden ab. Durch die Tätigkeit der Hefe wird der Zucker der Würze zu Alkohol vergoren. Sie trägt wesentlichen am Charakter und Geschmack eines Bieres bei. Hefen sind mikroskopisch kleine Pilze, die in unterschiedlichen Stämmen fast überall in der Luft existieren. Unser Braumeister zieht die Hefe aus Reinkulturen selber heran.

Das Reinheitsgebot von 1516

Durch Rohstoffknappheit wurden im Mittelalter oft billigere Rohstoffe mitverarbeitet, so wurde zum Beispiel Ochsengalle, Schlehe, Eichenrinde, Wermut, Kümmel, Anis, Lorbeer, Schafgarbe, Stechapfel, Enzian, Rosmarin, Johanniskraut, Fichtenspäne, Kiefernwurzeln und vor allem auch Bilsenkraut zum Würzen verwendet. Von einigen Rohstoffen ging sogar eine erhebliche Gesundheitsgefährdung aus. Um solche Missstände zu vermeiden, wurde 1516 das Reinheitsgebot erlassen, das besagt, dass man zum Brauen nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwenden darf. Die Hefe kam mittels Spontangärung ins Bier. Das Reinheitsgebot ist auch heute noch in Deutschland gültig, nicht aber in der Schweiz. In unserer Brauerei brauen wir nicht nach dem Reinheitsgebot. Unsere gebrauten Biere enthalten keine Zusatzstoffe.